Einladung zur Ausstellung: Philipp Seipel „Graphische Blätter“

Eröffnung Sonntag den 17. Dezember 2023, 11.00 Uhr in der Fekete Galerie.
Einführung Dr. Roland Held

Philipp Seipel wurde 1908 in Roßdorf geboren, dort besuchte er die Grundschule und
dann die Ludwigs-Oberrealschule in Darmstadt bis zum Abitur. Nach dem Abitur 1929
nahm er ein Kunsterzieher Studium auf. In München, an der Technischen Hochschule, an
der Staatsschule für Angewandte Kunst und an der Akademie der Bildenden Künste
entfaltete sich Seipels Talent.1933 und 1935 folgte der Abschluss mit dem 1. und 2.
Staatsexamen. Der Eintritt in den Beruf erfolgte zuerst als städtischer Hilfslehrer an
verschiedenen Darmstädter Volksschulen. Dann wurde er Dozent für Kunsterziehung an
der Hochschule für Lehrerbildung in Darmstadt.
Nach Wehrdienst und Gefangenschaft ging Philipp Seipel wieder in den Staatsdienst, und
zwar als Kunsterzieher an die Viktoriaschule, einem Darmstädter Gymnasium, wo er mit
seinem Musikerkollegen einen musischen Zweig mit Kunst und Musik als Hauptfach
aufbaute. 1950 wurde er Fachleiter für Kunsterziehung an Gymnasien am Studienseminar
und ging 1971 als Studiendirektor in Pension.
Neben seinem Beruf hat sich Philipp Seipel immer mit Kunst befasst. Seinen Schülern bot
er einen weiten Rahmen künstlerischer Anregung und Schaffensgebiete. Er hatte als
Pädagoge die Befähigung bei Schülern kreative Fähigkeiten freizusetzen und zu fördern.
Dies teilweise wegweisend für deren späteren Beruf.
Im privaten Bereich befasste sich Seipel mit Zeichnung, Aquarell und Graphik. Seine
Motive nimmt er aus der Natur, der sichtbaren Wirklichkeit. Das Ziel seiner Gestaltung ist,
dabei das Wesentliche, das Sinnbildhafte herauszuarbeiten. Ein zweiter Schwerpunkt
seiner künstlerischen Tätigkeit ist die Satire, die Satire als dargestellten Gedanken aus
dem politischen oder gesellschaftskritischen Bereich für den er einen kritischen Blick
entwickelt hat und einer Aussage fähig ist.
Die Identität von Mensch, Künstler und Pädagoge, dazu seine kontaktfreudige Art haben
ihn geradezu prädestiniert als Auslöser einer Initiative auf dem Kunstsektor in seinem
Heimatort.

Info bei Ursula Bathon, Tel. 06154 82130